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Privates Insolvenzverfahren

Mit einer Privatinsolvenz bald wieder ohne Schulden leben

Wenn Schulden zur Last werden, Kreditraten nicht mehr bedient werden können, Zwangspfändungen drohen und es vermeintlich keinen Ausweg aus der Schuldenfalle gibt, ist eine Privatinsolvenz der einzige Weg, um in absehbarer Zeit wieder ein Leben ohne Schulden führen zu können. Doch nicht jeder kann ein privates Insolvenzverfahren anmelden, denn wie der Begriff Privatinsolvenz schon andeutet, kann diese Möglichkeit der Schuldenbefreiung ausschließlich von Privatpersonen und nicht von Selbstständigen, Firmen oder Gesellschaften genutzt werden. Eindeutig ist es aber nicht empfehlenswert für ein privates Insolvenzverfahren einen Kredit trotz Schufa aufzunehmen. Wobei dies auch sehr schwierig ist !

Wie lange dauert es, bis der Schuldner wieder schuldenfrei ist?

Wie auf www.privatfinanzen.com zu lesen ist, ist mit einem Zeitraum von ca. 7-8 Jahren zu rechnen, bis die Schulden endgültig getilgt sind. Denn das eigentliche Insolvenzverfahren dauert in der Regel ein bis eineinhalb Jahre. Anschließend folgt die so genannte Wohlverhaltensphase, die weitere sechs Jahre dauert. Die Wohlverhaltensphase kann jedoch auf drei Jahre reduziert werden, wenn innerhalb dieser Zeit rund 35 % der Schuldsumme zurückgezahlt wird. Die Wohlverhaltensphase kann auf fünf Jahre reduziert werden, wenn der Schuldner in der Lage ist, die Kosten für das Insolvenzverfahren zu begleichen.

Bevor ein privates Insolvenzverfahren angemeldet wird ist eine ausführliche Beratung wichtig !

Wer sich beraten lassen möchte, sollte die Hilfe von Institutionen oder Personen in Anspruch nehmen, die laut Insolvenzordnung zur Schuldnerberatung berechtigt sind. Dazu zählen in der Regel Steuerberater, Rechtsanwälte und Schuldenberatungsstellen der Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und Caritas sowie einige Verbraucherzentralen. Wichtig: Wer sich an Steuerberater, Rechtsanwälte oder private Schuldnerberatungen wendet, sollte sich im Klaren sein, dass diese nicht kostenlos tätig werden und teilweise hohe Gebühren für ihre Arbeitsleistung berechnen. Zu beachten ist auch, dass die deutschen Gerichte nicht bereit sind, die Honorare von Rechtsanwälten und Steuerberatern im Rahmen der Beratungshilfe zu vergüten.